Genehmigung für Heuerlingshaus an der Mühle Levern Wintermonate sollen für erste Arbeiten genutzt werden

20. November 2017


Ende Juni überreichte Ute Röder vom Vorstand der NRW-Stiftung für die Sanierung und den Umbau des früheren Kolthoffschen Heuerlingshauses an der Windmühle in Levern einen Förderbescheid über 90 000 €. Damit war für den Kreismühlenverein Minden-Lübbecke als Eigentümer des Hauses und dem Mühlenverein Levern als Nutzer die finanzielle Basis zur Realisierung des Projektes vorhanden.

Auf der Basis der für den Förderantrag eingereichten Pläne wurde danach der Bauantrag eingereicht. Nachdem ein Ortstermin vor wenigen Wochen auch zur Abklärung von Brandschutzauflagen erfolgt war, überstellte in der vergangenen Woche das Bau- und Planungsamt des Kreises die Baugenehmigung.

Kreismühlenverein und Mühlenverein Levern haben in einer schriftlich fixierten Vereinbarung die Verantwortlichkeiten hinsichtlich der bevorstehenden Umsetzung der Baumaßnahme einschließlich der Ausschreibungen und Vergaben sowie die Führung des Bautagebuches und Erstellung der Verwendungsnachweise festgelegt.

Die örtliche Bauleitung wird Ing. Fritz Thoms-Meyer übernehmen. Als ehrenamtlicher Bauleiter des Mühlenvereins Levern wirkte er mit großem Engagement auf dem Mühlengelände bei den Planungen und allen Bauprojekten nach dem Wiederaufbau der Windmühle 1979/1980 einschließlich des Fußwegekonzeptes und Anlegung der Außenanlagen maßgeblich mit.

Sofern es die Wetterbedingungen erlauben, sollen in nächster Zeit noch einige Pflasterarbeiten zur Verbesserung des Fußweges am Backhaus erledigt werden. „Danach können die ersten vorbereitenden Arbeiten im Heuerlingshaus anlaufen. Die Abnahme der Ziegel und der sehr sanierungsbedürftigen Holzkonstruktion des Daches sollen aber erst nach Einzug des Frühlings in Angriff genommen werden, um nicht eine offene Winterbaustelle zu bekommen“ erklärte Fritz Thoms-Meyer dazu.
Das Heuerlingshaus wurde ausweislich der Inschrift im Torbogen im Jahr 1865 von der damaligen Besitzerfamilie des nahe gelegen Haupthofes namens Karl Wilhelm Ludwig Klostermann und Frau Louise Wilhelmine Klostermann erbaut. Der Zimmermeister des Hauses und des heute noch vorhandenen Giebels in
Fachwerkbauweise war Friedrich Stothfang.

1932 hat man laut Eintragungen und der noch vorhandenen Bauakte neben dem Heuerlingshaus einen kleinen Dreschschuppen errichtet. Dieser ist wegen Baufälligkeit später komplett abgerissen worden. Im Jahr 1955 erfolgten noch einige bauliche Arbeiten, insbesondere der Einbau von Sanitärräumen. Nach über 60 Jahren steht nun eine umfassende Sanierung an.







Der Torbogen des früheren Heuerlinghauses Klostermann auf dem Mühlengelände Levern weist die Jahreszahl 1865 als Baujahr des Gebäudes aus.

Auch nach Ende der Mühlensaison 2017 in Levern gibt es viel zu tun. Fritz Thoms- Meyer pflasterte jetzt den Platz an der östlichen Seitenwand des Backhauses neu. Mit der Komplettsanierung des Heuerlingshauses und dessen Umbau steht eine größere Baumaßnahme bevor.



Kornspeicher an der Mühle Levern als Baudenkmal geschützt

1871 wurde das Gebäude auf dem Hof Warner in Varl errichtet


Stemwede-Levern.26.09.2017.

Neben der 1979/80 betriebfertig restaurierten Hofmahlmühle
in Levern, die ursprünglich 1923 vom Bauer Kolthoff auf seinem Anwesen in Niedermehnen errichtet wurde, ist mit dem früheren Kornspeicher ein weiteres Gebäude auf dem Mühlengelände in Levern unter Denkmalschutz gestellt worden.

Im Frühjahr 2016 hatte der örtliche Mühlenverein die Unterschutzstellung beantragt. Die fachliche Prüfung seitens des Westfälischen Denkmalamtes in Münster nahm einige Zeit in Anspruch, zumal der frühere Kornspeicher sich durch die Umsetzung 1982 nicht mehr an dem ursprünglichen Standort befindet.

In dem Antrag hatte Vereinsvorsitzender Friedrich Klanke angeregt, ob nicht sogar die Aufnahme des früheren Bokemühengebäudes und des ursprünglich in Fiestel erbauten Backhauses in die Denkmalliste als historisches Gesamtensemble aufgenommen werden könnte.

Nach Zustimmung durch das Denkmalamt hat die Gemeinde Stemwede als Untere Denkmalbehörde die Unterschutzstellung des früheren Kornspeichers kürzlich vorgenommen. Durch die jetzige Anbringung der Plakette des Landes NRW ist der der offizielle Denkmalschutzstatus des Fachwerkgebäudes für alle Besucher sichtbar.

Der kleine zweistöckige Kornspeicher wurde mit einer Grundfläche von 3,50 m mal 4,25 m im Jahr 1871 auf dem Hofgelände Warner in Varl Nr. 14 errichtet. Damit ist das Fachwerkgebäude fast ebenso alt, wie das 1865 vom Hof Klostermann errichtete Heuerlinghaus,

Der Speicher diente in Varl bis Anfang des 20. Jahrhunderts zur hofeigenen Getreidelagerung. Da die Lagerkapazität nicht mehr ausreichte kam es zu anderen Nutzungen. Ab Mitte 1970 auch als Futterplatz für Zuchtsauen, die auf der angrenzenden Wiesefläche ihren Freilauf hatten.

Nach Wiederaufbau 1982 auf dem Mühlengelände in Levern dient der Kornspeicher heute durch Wandfotografien und Ausstellung eines Modells von Mühle und Speicher der Information der Mühlenbesucher und wurde wiederholt auch für kleine Gemälde- oder andere Sonderausstellungen an den Mahl- und Backtagen genutzt.

Abbau und Umsetzung des Kornspeichers von Varl nach Levern sowie der Wiederaufbau ist fotografisch umfangreich dokumentiert. Am kommenden Sonntag wird anlässlich des Pickertessens ab 11 Uhr in der Museumshalle eine Pressedokumentation über das Geschehen auf dem Leverner Mühlengelände von 1979 bis heute ausgelegt. Diese kann von allen interessierten Besuchern im Erdgeschoss des Kornspeichers eingesehen werden.


Am ebenfalls orginal erhalten gebliebenen Balken über der Eingangstür des früheren Kornspeichers wurde die verliehene Denkmalplakette angebracht.



Von der Mühlengalerie hat nicht nur Dietrich Kramer an den Mahl- und Backtagen einen guten Überblick auf das Geschehen rund um den Speicher.

Weinabend am 23.9. an der Leverner Mühle

Flamm- und Zwiebelkuchen aus dem Steinbackofen

Stemwede-Levern. Die zahlreichen Besucher beim ersten Weinabend an der Leverner Mühle im vergangenen Jahr wünschten sich, dass eine solche Veranstaltung auch in 2017 stattfinden sollte. Der Mühlenverein Levern kommt den Wünschen gerne nach und lädt zu einem Weinabend am kommenden Samstag, 23. September, herzlich ein.

Flammkuchen und Zwiebelkuchen werden im Steinbackofen des Backhauses vom Team der Familien Baucks, Huntemann und Rodeck sowie weiteren Helferinnen und Helfern gebacken und serviert.

Selbstverständlich steht eine Auswahl von guten Weinen bereit und auch eine farbliche Beleuchtung des Bereiches rund um die historische Windmühle wird installiert, um die urige Atmosphäre in den Pagodenzelten zu verstärken. Die Veranstaltung auf dem Leverner Mühlengelände beginnt um 18 Uhr.





Gitta Huntemann und den weiteren Teammitglieder werden beim anstehenden Weinfest an der Leverner Mühle im Backhaus wieder alle Hände voll zu haben.

Auf ähnlich gutes Wetter wie im letzten Jahr hofft der Mühlenverein auch diesmal.
Bei Einbruch der Dunkelheit hielten sich noch zahlreiche Besucher im Freien auf.