1. Heuerlingshaus 2. Backhaus mit Steinofen 3. Windmühle 4. Tanzfläche 5. Speicher 6. Bokemühle 7. Remiese 8. Kinderspielfeld 9. Sägewerk 10 Bäuerliches Museum 11. Bauerngarten
1. Heuerlingshaus und WC 2. Backhaus mit Steinofen 3. Windmühle
4. Tanzfläche 5. Speicher 6. Bokemühle
7. Remiese 8. Kinderspielfeld 9. Sägewerk
10. Bäuerliches Museum 11. Bauerngarten

Heuerlingshaus

Dieses Gebäude wurde als Heuerlingshaus des schon im Mittelalter erwähnten Hofes Klostermann 1865 erbaut. Der Mühlenverein saniert derzeit dieses Gebäude von Grund auf und baut in der Etage eine rund 85 qm große Wohnung aus. Der Fachwerkgiebel mit dem Haupteingang (Nordseite) wird wurde unter Verwendung des historischen Torbalkens bereits vorgefertigt und wird in der letzten Februarwoche errichtet.

Das Erdgeschoss des Heuerlingshauses mit einer vergrößerten Diele soll ausschließlich vereinsseitig genutzt werden. Die Rohbauarbeiten bei Eindeckung des Daches mit alten Hohlziegeln werden bis Mitte März 2019 abgeschlossen sein.

Backhaus mit Steinofen

Die langjährig als Grundschullehrerin in Levern tätige Luise Flachmeier schenkte den Leverner Mühlenfreunden ein altes Backhaus, welches auf dem elterlichen Hof der Lehrerin in Fiestel, unweit der dortigen Wassermühle, Mitte des 19 Jahrhunderts in zu dieser Zeit üblichen Fachwerkbauweise errichtet worden ist.

Im Herbst 1986 begannen die vorbereitenden Arbeiten zur Umsetzung des Gebäudes von Fiestel zum Mühlengelände nach Levern. Das frühere Backhaus konnte dann im Frühjahr am jetzigen Standort wieder aufgebaut werden. Es wurde zunächst für die Bewirt von Besuchergruppen und als als Aufenthaltsraum sowie zur Unterstellung von Tischen und Bänken genutzt. Durch den Anbau eines neuen Steinbackofens konnte die ursprüngliche Zweckbestimmung des Backhauses wieder hergestellt werden.

Seit Inbetriebnahme des neuen Steinabckofens zum Saisonbeginn im April 2014 wird dort der Butterkuchen an den Mahl- und Backtagen sowie andere Leckereien bei diversen Veranstaltungen gebacken.

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Windmühle

Die Windmühle wurde ursprünglich 1922 auf dem Hofgelände Kolthoff im Nachbarort Niedermehnen erbaut. Die Mühle ist die kleinste Windmühle im Kreisgebiet und war nicht auf eine gewerbliche Nutzung ausgelegt.

Bei der Windmühle handelt es sich um einen Galerieholländer. Der markante Mühlenturm ist als hölzerner Sechskant ausgebildet und in dieser Form einmalig unter den Windmühlen an der Westfälischen Mühlenstraße.

Da die „Kolthoffsche Windmühle“ an dem ursprünglichen Standort nicht erhalten werden konnte, wurde die Mühle 1979 nach Levern versetzt und am jetzigen Standort wieder instand gesetzt. Die Windmühle verfügt über einen Schrotgang und mit einer im Erdgeschoss vorhandenen horizontalen Antriebswelle, über die der Schrotgang auch (z.B. bei Windstille) mit Motorkraft angetrieben werden konnte.

Der wassergekühlte Benzin-Standmotor (Fabrikat Deutz, Baujahr 1938) ist noch vorhanden und kann in der Museumshalle besichtigt werden. Die Windmühle wurde für Zwecke des Mahlbetriebes und zeitweise sogar für Erzeugung von Strom über einen kleinen Generator für den Hof Kolthoff und für bäuerliche Anwesen in der unmittelbaren Nachbarschaft des Hofes bis 1958 genutzt. Die Kolthoffsche Mühle ist als technisches Baudenkmal unter Schutz gestellt worden.

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Tanzfläche

Im Januar 1993 trafen sich tanzfreudige Mitglieder des Mühlenvereins und gründeten einen Tanzkreis, welcher verschiedene Volkstänze einübte. Bereits wenige Wochen später trat die Tanzgruppe bei der Veranstaltung Musik am Dorfbrunnen erstmalig öffentlich auf.

Zur Erleichterung der Tanzvorführungen an der Mühle wurde ein kreisrunder Tanzplatz auf der ebenen Fläche zwischen Mühle und Bokemühle mit Bruchsteinen fest und dauerhaft angelegt. Die Mühlentanzgruppe musste leider nach 25 Jahren aktiver Tanztätigkeit die öffentlichen Vorführungen einstellen, darunter waren auch Auftritte beim Besuch der befreundeten Folkloregruppe Lilli in Estland.

Der Tanzplatz wird heute noch für Tanzdarbietungen und andere Auftritte genutzt.

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Kornspeicher

Der Kornspeicher mit einer Grundfläche von rund 4 mal 4 Meter wurde 1982 als erstes von insgesamt drei historischen Fachwerkgebäuden in Nähe der Windmühle aufgebaut. Der Inschrift des Türbalkens ist zu entnehmen, dass der Kornspeicher im Jahr 1821 auf dem Hof Warner in Varl erbaut worden ist. Dort diente dieser dem Hof rund 150 Jahre lang als Getreidelager.

Der Zustand des Fachwerks und des Deckengebälks des zweistöckigen Speichers war bei der Umsetzung noch in einem guten Zustand, so dass nur die vier hölzernen Grundbalken und die „Windfedern“ an den beiden Giebeln sowie der Bretterbelag auf den Tragbalken der Decke erneuert werden mussten. Der Kornspeicher wurde 2017 nach Antragstellung durch den Mühlenverein Levern und bei eingehender Prüfung und Befürwortung durch das Westfälische Denkmalamt als Baudenkmal anerkannt.

Im Erdgeschoss des Speichers werden in unregelmäßigen Abständen kleine Bilderausstellungen gezeigt. Zahlreiche Fotografien an den Wänden geben den Besuchern Bildinformationen zu anderen Gebäuden und Vereinsaktivitäten. Ferner ist ein Modell der Windmühle und des Kornspeichers im Maßstab 1: 32 zu sehen.

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Bokemühle

Das Bokemühlengebäude stammt ebenfalls aus Varl. Wegen der Erweiterung des Sägewerkes Weßler sollte es abgerissen werden. Die Roßmühle war beim Abbau 1984 bereits völlig ausgeräumt. Von der der Antriebstechnik für das über Jahrhunderte dort ausgeübte „Brechen des Flaches“ war bis auf die drei im Boden verlegten Natursteine („Findlinge“) keine Teile mehr vorhanden. Von daher wurde der Innenraum für die Besucherbewirtung mit rustikalen Holztischen und Bänken ausgestattet und eine kleine „Kaffeeküche“ eingerichtet. Die Bokemühle ist seit vielen Jahren auch als „Standesamt“ beliebt. Bis zu 30 Brautpaare werden dort jährlich getraut.

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Remiese - Bewirtungshaus

In unmittelbarer Nachbarschaft der historischen Gebäude Kornspeicher und Bokemühle wurden von den Vereinsmitgliedern ein kleines Fachwerkhaus 1994 errichtet, welches als Zweckbau für die Bewirtung der Mühlenbesucher an den Mahl- und Backtagen und weiterer Veranstaltungen genutzt wird. So sind dort Zapf- und Kühlanlage einschließlich der Spülbecken fest eingebaut.

Kinderspielfeld

Der Kinderspielplatz wurde in der heutigen Form 2008 angelegt. Da sich in kurzer Entfernung auch ein großer Wohnsiedlungsbereich befindet, ist eine sehr rege Inanspruchnahme gegeben.

In Verbindung mit der großen Frei- und Rasenfläche für Spiel und Sport ist das Mühlengelände auch für Kindergärten und Schulklassen attraktiv, zumal eine gute Infrastruktur mit der Toilettenanlage und der Nutzungsmöglichkeit von überdachten Räumlichkeiten bei Regenwetter gegeben sind.

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Sägewerk

Den Altmaschinenfreunden gelang es vor wenigen Jahren ein über 100 Jahre altes Horizontal-Sägegatter zu erwerben. Für die Aufstellung und einem wettergeschützten Vorführbetrieb dieses Sägegatters wurde ein neues Gebäude errichtet. Die Inbetriebnahme des Horizontalsägegatters erfolgte im Sommer 2013. Seitdem wird bei fast jedem Mahl- und Backtag der Sägebetrieb vorgeführt und die zu sehenden Arbeitsschritte fachmännisch erläutert.

Bäuerliches Museum

Im Jahr 2003 erwarb der Mühlenverein im Kreis Minden-Lübbecke bei finanzieller Unterstützung des örtlichen Mühlenvereins, der Gemeinde Stemwede, der Vereinsgemeinschaft Levern und des örtlichen Heimatvereins die bis dato in Privatbesitz befindliche Grundstücksfläche südlich der Windmühle und des dort vorhandenen im Jahr 1826 errichteten Heuerlingshauses.

Dass Mühlengelände konnte damit auf eine Gesamtfläche von 10 562 qm erweitert werden. Dadurch war es möglich, eine Museumshalle zu bauen. Grundidee für die dort untergebrachte Dauerausstellung vom „Korn zum Brot“ war, nicht nur den Besuchern das Mahlen von Getreide mit einer historischen Windmühle und das Brotbacken live zeigen zu können, sondern alle Stationen des Getreideanbaus mit den wesentlichen Technisierungsschritten desselbigen darzustellen.

Neben der Landmaschinenausstellung kann auch eine Auswahl von Geräten besichtigt werden, wie diese noch im vorigen Jahrhundert in der bäuerlichen Hauswirtschaft in Gebrauch waren. Technische Vorführungen und Aktionen bis hin zu dem alle zwei Jahre stattfindenden Altmaschinentreffen, inzwischen das größte seiner Art im gesamten Kreisgebiet, runden das Angebot an dieser Stelle ab.

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Bauerngarten

In Verbindung mit dem Bau der Museumshalle und der Umsetzung des Fußwegekonzeptes wurde zwischen Museumshalle und Heuerlingshaus eine gärtnerische Gestaltung nach dem Vorbild der Anlegung von Bauerngärten vorgenommen.

Die Gartenanlage einschließlich der Heckenpflege wird von einem festen Team von Vereinsmitgliedern instand gehalten.

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